16.09.2016 Offener Brief: Die Brennelementesteuer muss entfristet werden

Die Brennelementesteuer (Kernbrennstoffsteuer) wurde im Jahr 2011 mit dem Ziel eingeführt, die AKWBetreiber an den gesellschaftlichen Kosten der Atomenergie zu beteiligen und Wettbewerbsvorteile der Atomkraft zu reduzieren. Unter anderem ging es darum, die Belastung der SteuerzahlerInnen etwa durch die Sanierung des Atommülllagers Asse II zu reduzieren und die durch die Einführung der CO2-Zertifikate verursachten leistungslosen Zusatzgewinne der AKW abzuschöpfen.
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Der große Atom-Deal: Am Ende zahlt der Steuerzahler

Wer bezahlt am Ende für die Endlagerung des Atommülls? Seit letzter Woche steht so gut wie fest: Mit 23,3 Mrd. Euro sollen die Atomkonzerne für die Zwischen- und Endlagerung in die Pflicht genommen werden. Ein Deal, der den Steuerzahler Milliarden kosten könnte, denn sollten die Kosten steigen, müsste der Staat einspringen. Dabei ist das Atomgesetz eindeutig: Diejenigen, die den Atommüll verursachen, müssen auch für die Entsorgung bezahlen.
[Video 6:31 Min.]

„Trittin-Kommission“ zu Atom-Rückstellungen scheitert beim Versuch, das Verursacherprinzip durchzusetzen

Berlin: Für Hubert Weiger, den Vorsitzenden des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), ist das Ergebnis der Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs (KFK) („Trittin-Kommission“) zum Umgang mit den Haftungsrisiken der Atomenergienutzung ernüchternd. Die Vorschläge der Trittin-Kommission würden das Verursacherprinzip aufweichen.

„Obwohl gesetzlich klar geregelt ist, dass die AKW-Betreiber die Folgekosten der Atomkraftnutzung tragen, werden sie jetzt aus der umfassenden Haftung entlassen. Der im Gegenzug vereinbarte Risikoaufschlag ist viel zu gering. Die in einen Fonds einzuzahlende Summe von 23,3 Milliarden Euro wird nicht reichen, um die Lagerung der strahlenden Atommüllberge zu finanzieren. Auf die Steuerzahler kommen enorme finanzielle Risiken zu“, kritisierte Weiger.

Jetzt räche sich, dass die Politik eine aktive Sicherung der Atom-Rückstellungen versäumt habe. „Einmal mehr zeigt sich: Die Atomkraft ist ein Fass ohne Boden. Sie ist weder billig noch sauber, sondern viel zu teuer und viel zu gefährlich. Staaten, die Atomkraftwerken noch eine Zukunft geben, können aus dem deutschen Beispiel lernen: Die Atomenergie hat keine Zukunft. Was sie hat ist eine extrem teure und schmutzige Vergangenheit“, sagte der BUND-Vorsitzende.

Der BUND-Vorsitzende forderte von der Bundesregierung Nachbesserungen an den Kommissions-Vorschlägen: „Jetzt muss endlich das auf die lange Bank geschobene Nachhaftungsgesetz verabschiedet werden. Und die AKW-Betreiber müssen ihre Klagen gegen den Atomausstieg zurückziehen.“

Die BUND-Studie „Atomrückstellungen für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung – Kostenrisiken und Reformvorschläge für eine verursachergerechte Finanzierung“ finden Sie unter www.bund.net/pdf/atomrueckstellungen_studie
oder
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/atomkraft/140917_bund_atomkraft_atomrueckstellungen_studie.pdf

26.04.2016 „Atomkraft muss Geschichte werden“

Der BUND Naturschutz fordert: Atomausstieg sofort, ohne schuldhaftes Zögern.
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Pressemitteilung

Radioaktive Emissionen während des Normalbetriebs

 

Kinderkrebs um AKW (Video: 3:41 Min.)

 

Gefahren ionisierender Strahlung

Ergebnisse des Ulmer Expertentreffens vom 19. Oktober 2013
[Dokumentation]

 

Neue Studie „Atomkraft 2016 – sicher, sauber, alles im Griff?" untersucht Risiken von AKWs und Zwischenlagern in Deutschland

„Eine neue Studie im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland weist auf Sicherheitsdefizite der bayerischen Atomkraftwerke und der bayerischen Standort-Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll hin. Dies unterstreicht die Forderung des BUND Naturschutz in Bayern – die Atomkraftwerke in Bayern müssen umgehend abgeschaltet werden.

Pressemitteilung PM 021-16/LFG BUND Naturschutz

Studie

Berichte zur Atommüllkonferenz am 19.09.2015 in Kassel

AG Schacht Konrad: Geheimsache Atommüllaufsicht?
AG1 Abschaltung – Stilllegung – Rückbau
Positionspapier
AG2 Gesellschaftliche Auseinandersetzung
AG3 Bestandsaufnahme Atommüll
Gefahren durch Atomkraftwerke enden nicht mit der Abschaltung

Umweltveraendern: Atomaufsicht in der Kritik

Wohin mit den 26 Castoren aus La Hague und Sellafield?

Seit Monaten wird bundesweit darüber gestritten, wohin 26 CASTOREN mit Atommüll aus den Aufbereitungsanlagen La Hague und Sellafield in Deutschland kommen sollen. 

Der BUND Naturschutz ist der Auffassung, dass es ethisch und politisch geboten ist, den Atommüll aus der bayerischen Stromproduktion aus dem Ausland zurückzuholen. Dabei müssen die hochriskanten Transporte von Castoren minimiert werden.

Der BUND Naturschutz betont, dass die Verantwortung für den Atommüll bei den Atomkonzernen liegt, die ihn produziert haben, und den Regierungen, die für Genehmigung und den Betrieb der Atomkraftwerke und die Regelungen für Zwischenlager verantwortlich waren und sind.

Die Frage der Lagerung der 26 CASTOREN aus La Hague und Sellafield lässt sich nur im Rahmen eines Gesamtkonzeptes fachlich und politisch schlüssig beantworten. Die Politik, die politischen Parteien und Bundes- und Landesregierungen müssen nun endlich ein Gesamtkonzept vorlegen, wie einerseits die Atommüllproduktion beendet wird (dies ist bis 2017 möglich) und andererseits die Sicherheit der „Zwischenlager“ auch für die Aufnahme der Castoren verbessert werden kann. Z.B. durch den Einbau von „heißen Zellen“. Dabei ist eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung unabdingbar. 

Der BUND lehnt aber einen „schnellen“ Rücktransport in unsichere Zwischenlager ab. 

Der BUND Naturschutz fordert die bayerische Staatsregierung auf Verantwortung für ihre Atompolitik zu übernehmen. PM 051-15/LFG

Positionierung des BUND zur Frage weiterer Atommülltransporte von CASTOREN in Zwischenlager von Atomkraftwerken [mehr]fileadmin/kreisgruppen/schweinfurt/Atom/PM-051-15_Anlage_1_Bayern_muss_Verantwortung_für_seine_Atompolitik_übernehmen_1_.pdf Hinweis: Das Brunsbüttel-Urteil wurde im Januar 2015 rechtskräftig!

 

Hat RWE keine Rücklagen für den Atomkraftwerkabriss und die Atommüllendlagerung?

Es wäre ein Skandal!!

Aber es scheint so! 
RWE-Chef packt aus: Nichts mehr übrig für Atomkraft? 

RWE hat vermutlich nichts zurückgestellt. 

Für den AKW-Rückbau haben wir Stromverbrauchern einen Aufschlag auf die Stromrechnung bezahlt!
Fall A: Das Geld  wurde nicht im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten  verwendet.
Fall B: RWE hat gelogen um im Hinblick auf die  geplante Belastung der ältesten Braunkohledreckschleudern  Druck aufzubauen. 
In beiden Fällen ist RWE als unzuverlässig einzustufen. Damit werden die Atomkraftwerke von RWE nach dem Atomgesetz illegal betrieben und müssten sofort abgeschaltet werden! 
Die Politik muss hier sofort dafür sorgen, dass ihre Gesetze eingehalten werden.

Eine Ermittlung/Überprüfung  bei den anderen AKW-Betreibern muss sich unverzüglich anschließen.

Zur Historie:
umweltFAIRaendern

BUND-Arbeitskreis Atomenergie und Strahlenschutz

BUND-Arbeitskreis Atomenergie und Strahlenschutz

Risse in Atomreaktoren

Belgien warnt den Rest der Welt

Die Schäden in den AKWs von Belgien sind größer als bisher bekannt. Die Atomaufsicht fürchtet ein „Problem für den ganzen Nuklearsektor“.

Der gleiche Stahl wurde u.a. in den Atomkraftwerken Grafenrheinfeld und Grohnde verwendet.

Artikel aus der TAZ

Schreiben von Brigitte Artmann u.a. an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer

Herzlichen Dank an Brigitte Artmann!

Atomskandal: Wie die Politik den Atomkonzernen den Weg zu Millionenklagen geebnet hat

Der ehemalige Eon-Lobbyist Gerald Hennenhöfer hat als Chef der Atomaufsicht im Bundesumweltministerium gegen den Protest seiner Fachleute die Anordnung, acht AKW direkt nach Fukushima runterzufahren, juristisch extrem schlecht begründet. So haben Eon und Co jetzt beste Chancen, vor Gericht Schadenersatz einzufordern. 

Ein von RWE bestellter Brief des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier hat dazu beigetragen, dass die Atomkonzerne heute rund 900 Millionen Euro Schadenersatz von Bund und Ländern fordern - wegen der vorübergehenden Stilllegung der sieben ältesten Atomkraftwerke nach der Atomkatastrophe in Fukushima. Neue MONITOR-Recherchen belegen nun, wie tief neben der hessischen Landesregierung auch die damalige Bundesregierung in den Skandal verstrickt ist: Kritische Stimmen aus den eigenen Fachabteilungen wurden kaltgestellt; Warnungen vor den finanziellen Risiken ignoriert. Damit habe die Politik den Atomkonzernen den Weg zu millionenschweren Klagen erst ermöglicht.

ARD Monitor (WDR)  – 05.02.2015
Video (09:28 Min.)

Die Aufhebung der Genehmigung für das Zwischenlager Brunsbüttel …

… und die Konsequenzen.

 

Atommülllagerung ohne Genehmigung. Nach dem Brunsbüttel-Urteil zum dortigen Castor-Zwischenlager braut sich was zusammen.
BUND fordert Neustart bei der Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll
Stellungnahme

 
http://www.bund.net/ueber_uns/arbeitskreise/atomenergie_strahlenschutz/

Atommüll im reichsfreien Raum

Das Bundesverwaltungsgericht hat bestätigt, dass die Genehmigung für das Castor-Zwischenlager am Vattenfall AKW Brunsbüttel aufgehoben werden muss. Damit bestätigt es das Urteil des Oberverwaltungsgericht Schleswig vom Sommer 2013. umweltFAIRaendern.de dokumentiert

Hier der Beschluss des BverwG (PDF). 

Politik muss Konsequenzen aus dem Brunsbüttel-Atommüll-Urteil ziehen

PM des Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft
[hier]

Zweifel an der Sicherheit der europäischen (auch der deutschen) Atom-Reaktordruckbehälter

Audiodatei

Die europäische Atomaufsichtsbehörde (WNRA) hat aufgrund von beobachteten Mängeln empfohlen, dass die Reaktordruckbehälter aller 131 AKWs in der EU überprüft werden müssen.

Dass dies in einem ersten Schritt nur „nach Aktenlage" geprüft werden soll ist ein Skandal! Das ist ungefähr so als wenn der Auto-TÜV sich nur die Bedienungsanleitung ansieht und dann das Paperl anbringt.

Verantwortungsvoll wäre es die AKW stillzulegen und auf Schäden zu prüfen.

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[oder]

Übrigens:
Zur Zuverlässigkeit des TÜV Süd, der auch die Atomkraftwerke sicherheitstechnisch „prüft“
Unter http://www.klimaretter.info/konsum/hintergrund/14535-gier-frisst-hirn ist zu lesen: „Im Laufe des Verfahrens gaben TÜV-Süd- und Dekra-Verantwortliche zu, man schreibe in solche Protokolle das, was die Auftraggeber wollten. Im Fall der GFE-Blockheizkraftwerke hatten beide Prüfkonzerne in klimaretter.info vorliegenden Papieren bestätigt: Mehr als 90 Prozent des eingesetzten Pflanzenöls werde in Strom umgewandelt. Üblich sind heutzutage zwischen 40 und 50 Prozent.“

 

Block B im alten AKW Gundremmingen undicht

Die Alterszipperlein der deutschen AKW werden immer häufiger und deutlicher.

Im Atomkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG):

  • Riss im Bereich des Druckbehälters im KKG Grafenrheinfeld
  • Ausbröckelungen an zwei Sicherheitseinspeisepumpen und Anrisse bei der Dritten.
  • Falsche Sicherungen eingebaut
  • Bruch von Brennelemente-Spannfedern
  • Teilweiser Ausfall von Sicherungen durch Öffnen eines Schaltschrankes

Im Atomkraftwerk Gundremmingen (KGG):

  • Tropfleckage im Dezember 2012 bei Block C
  • Jetzt auch Tropfleckage bei Block B

Die Ursachen in allen Fällen nicht genannt. Behauptung: Es bestand keine Gefahr!

Tropfleckage bei Siedewasserreaktoren bedeutet, es tritt radioaktiver Dampf aus. Dieser kondensiert teilweise und tropft dann ab. Wohl bekomms!!

[zur Meldung]

Atomkraftreport 2013

Tatsachen widerlegen das Märchen von der weltweiten Renaissance der Atomenergie!

The World Nuclear Industry Status Report 2013 (Englisch)

Hier einige Fakten daraus:
- Atomstromproduktion ging 2011 um 4 Prozent und 2012 um 7 Prozent zurück.
- Nur 31 Länder (von 193 Staaten) nutzen die gefährliche Atomkraft
- 427 Atomreaktoren sind derzeit in Betrieb (443 waren es 2011)
- Die Atomreaktoren sind durchschnittlich 28 Jahre alt (190 davon mehr als
  30 Jahre, 44 davon mehr als 40 Jahre)
- In 14 Ländern sind 66 Reaktoren „im Bau“. 9 Reaktorblöcke sind seit
  mehr als 20 Jahren „im Bau“ und 4 Reaktoren seit mehr als 10 Jahren.
  In Deutschland nennt man das Bauruinen.
- 45 (von den 66) Reaktoren haben den Inbetriebnahmetermin noch nicht
  an die Internationale Atomagentur  gemeldet.
- Bei 23 Reaktoren wurde der Bau zurückgestellt. Bei den restlichen 43 Reaktoren
  hat der Bau in den letzten 5 Jahren begonnen oder der Baubeginn steht noch
  nicht fest.
- Die durchschnittliche Bauzeit beträgt derzeit mehr als 9 Jahre.
- Der hochgelobte EPR ist in den USA aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen.

Herstellkosten steigen
- Derzeit bei über 5.000 Euro pro Kilowatt installierte Leistung. (Für Gas- und
  Dampfturbinenkraftwerke liegen die Herstellkosten bei  nur 600 Euro/kWp)
  Allein aus diesem Grund werden es in Zukunft (ohne staatliche Unterstützung)
  keine AKW mehr gebaut.

  Aus diesem Grund hat die Aktie des staatlichen französische Stromversorgers
  EDF um mehr als 85 Prozent an Wert verloren (in den letzten 5 Jahren).
  Ähnliches passierte auch AREVA, den französischen Atomkraftwerkshersteller.
  Nicht zuletzt ist Siemens dort ausgestiegen.

 

Neue Atomkraftwerke wären zu teuer

Hinkley Point C Zeitplan verzögert sich (falls es überhaupt kommt)

Wie letzte Woche bekannt wurde verzögert sich der Zeitplan für den Bau des britischen Atomkraftwerkes Hinkley Point C weiter. Als Grund gibt die Britische Regierung Verzögerungen nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima an. Tatsächlich haben sich im Jahr nach Fukushima zwei Konsortien zurückgezogen, die für den Bau des Atomkraftwerkes geboten hatten, unter anderem E.On mit RWE. Der Grund liegt aber viel mehr darin, dass das Projekt schlicht und ergreifend zu teuer geworden ist. Der einzig verbleibende Bieter ist der französische Energiekonzern EDF. 

Die Britische Regierung hatte 2005 den Bau von neuen Reaktorblöcken mit 16 Gigawatt Leistung bis 2025 geplant, um alte AKW und Kohlekraftwerke zu ersetzen. 15 von 16 britischen AKW werden in den nächsten 10 Jahren das Ende ihre Laufzeit erreichen und alte Kohlekraftwerke müssen 2017 aufgrund der Europäischen Industrieemissionsrichtline vom Netz. 

EDFhat angekündigt das AKW nur bauen zu wollen, wenn über Jahrzehnte ein garantierter Abnahmepreis gezahlt wird. Der Energiekonzern fordert ca. 12 Eurocent pro Kilowattstunde über 40 Jahre, was für die Betreiber bis zu 110 Milliarden Euro an Einnahmen bringen würde. Die Britische Regierung bietet zur Zeit etwa 11 Eurocent über 35 Jahre an. Damit würde die Vergütung des Atomstroms über der Vergütung für Wind- und PV-Strom in Deutschland liegen, die zudem nur für 20 Jahre gewährt wird. Dies ist ein klarer Beleg, dass heute schon Erneuerbare Energien viel billiger Strom erzeugen können, als neue Atomkraftwerke. 

Eine Einigung zwischen der Britischen Regierung und EDF ist noch nicht in Sicht. Vor zwei Wochen hat EDF deshalb einen Teil der Mitarbeiter, die für Planung und Vorbereitung zuständig sind abgezogen. So ist mit weiteren Verzögerung zu rechnen, genauso wie bei den zwei derzeitig im Bau befindlichen Reaktoren in Frankreich und Finnland, wo die Zeitpläne weit überschritten werden. Diese beiden Reaktoren liegen schon jetzt zweieinhalb bis drei Mal über den geplanten Kosten und mehrere Jahre im Zeitverzug. Es ist völlig unverständlich, dass die britische Regierung aus diesen Finanzdesastern nichts lernt, weiter auf den Neubau von AKW setzt und Erneuerbare Energien eher behindert als befördert. 

Quelle: Hans-Josef Fell, MdB am 10.05.2013 per Infobrief

Der Atomausstieg ist halbherzig

Rundfunkbeitrag

Sofortiger Atomausstieg ist möglich!

Atomkraftbetreiber und andere interessierte Kreise behaupten hartnäckig, dass das sofortige Stilllegen der deutschen Atomkraftwerke wegen fehlender Kraftwerkskapazitäten nicht möglich sei.
Andere glauben, ein Sofortausstieg schade dem Klima, da er mit einem höheren CO2-Ausstoß verbunden sei.
Beides ist jedoch falsch!
Den Nachweis bietet eine Faktensammlung von Anika Limbach von „Anti-Atom-Bonn“

Interessant ist darin auch, dass selbst mit Blick auf Bayern und Baden-Württemberg der Sofortausstieg ohne Black-Out möglich ist.
Faktensammlung
Flyer

Unterschriftenaktion: Mehr Tempo beim Atomausstieg

Neun AKW blockieren noch immer die Energiewende. Jeden Tag kann es zum Super-GAU kommen. Die meisten Reaktoren sollen noch bis 2022 weiterlaufen. Das dauert uns entschieden zu lang! Wir fordern: Mehr Tempo beim Atomausstieg!

Hier gehts zur Unterschrift

Solidarität in der Anti-Atom-Bewegung

Die bayerischen Anti-Atom-Standortinitiativen sind vernetzt und unterstützen sich gegenseitig in ihrer Arbeit.

Am Samstag, 09.03.2013 sind Atomkraftgegner aus der Region um das AKW Grafenrheinfeld mit dem SW Aktionsbündnis gegen Atomkraft nach Günzburg gefahren, um dort bei der Groß-Demo gegen das AKW Gundremmingen Solidarität für die Forderungen der Standortinitiative Forum e.V. zu zeigen.

Für die Anti-Atom-Demo gegen den Betrieb des AKW Grafenrheinfeld, die am 21.04.2013 auf den Mainwiesen zwischen Bergrheinfeld und Grafenrheinfeld stattfinden wird, werden auch TeilnehmerInnen aus dem Bereich der AKW-Standorte  Gundremmingen, Isar 1 und Neckarwestheim erwartet. Die Standort-Initiativen fordern gemeinsam, den Atomausstieg schneller zu realisieren. Wegen des immensen Risikos, das mit dem Betrieb der AKW einhergeht, muss das Abschalten sofort erfolgen!

Die Organisation der Busfahrt zur Demo in Günzburg wurde vom Bündnispartner Müll und Umwelt übernommen. Das SW Aktionsbündnis dankt allen TeilnehmerInnen für das Engagement!

Schilddrüsenveränderungen bei japanischen Kindern

Es wird nach wie vor ohne Scham gelogen und vertuscht.
Video (2:48 Min.)

BAYERNALLIANZ für Atomausstieg und Klimaschutz

Hier die neuesten Informationen

Stromkosten, wenn Atomkraftwerke richtig versichert wären

Berechnung einer risikoadäquaten Versicherungsprämie zur Deckung der Haftpflichtrisiken, die aus dem Betrieb von Kernkraftwerken resultieren
[Mehr]

 

Eine angemessene Versicherungsprämie für die deutschen AKW würde die Energiepreise für Atomstrom (netto) in einer Spanne von 0,139 Euro je kWh bis zu 2,36 Euro je kWh erhöhen.
Bei einer gemeinsamen Poolversicherung aller deutschen AKW wiederum würde die jährliche Prämie 19,5 Mrd. Euro betragen (auf 100 Jahre gerechnet).

Europaticker

Studie vom April 2011

Berechnungen des BN Schweinfurt ergaben, dass im Fall eines SuperGAU jeder ab jetzt produzierte Atom-Kilowattstunde im Nachhinein 7,80 Euro Schaden zugeordnet werden müsste. Das ist verantwortungslos

Atommüllkonferenz am 02.02.2013 in Kassel

Ergebnisse

Neue Unterschriftenaktion: Kein Atomstrom durch die Hintertür

Wieder einmal müssen wir Rösler und Merkel bremsen!!

Die Bundesregierung plant, Strom aus der russischen Exklave Kaliningrad über eine Unterseetrasse durch die Ostsee nach Deutschland zu bringen. Wehren wir uns dagegen!!

Zur Protestmail und zu weiteren Informationen

Unfassbar: Eon betreibt Atomreaktor 10 Jahre ohne funktionierende Notstromversorgung

Im Klartext: e.on ist unzuverlässig!
Auch die schwedische Atomaufsichtsbehörde (SSM) versagt!

Die Mängelliste betrifft lt. SSM „Mängeln in der Führung, Leitung und Eigenkontrolle“. So sind u.a. Ventile falsch montiert worden, Strahlenmaterial ist verschwunden und die Notstromversorgung war seit 2002 nie betriebsbereit.

Die Atomkraftwerke Oskarshamn 1 und 2 sind jetzt vorübergehend abgeschaltet. Warum die schwedische Atomaufsichtsbehörde e.on die Betriebserlaubnis lässt ist unverständlich und verantwortungslos!  

SSM kontrolliert nicht selbst, sondern verlässt sich auf die Berichte und Protokolle des Betreibers! Das bestätigt, was der „Stresstest“ der EU wert ist. Nämlich nicht einmal das Papier auf dem er steht!

E.on hat immer wieder behauptet, die sichersten Atomkraftwerke der Welt zu haben. Jetzt wissen wir was davon zu halten ist.

Was bleibt ist blankes Entsetzen! Und die Forderung die deutschen Atomkraftwerke sofort abzuschalten!

Quelle und weitere Details

e.on „Einblick“ Dezember 2012

Dieses Blättchen soll „Aktuelle Informationen für die Nachbarn des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld“ enthalten.  

Weit gefehlt! Es zeigt, dass der Kraftwerksleitung der Durchblick fehlt. Neben anderem Unsinn behauptet der Kraftwerksleiter darin, dass das KKG „… eine sichere … Energiequelle“ ist.
Die schwedische Atomaufsicht hat wegen gravierender Sicherheitsmängel den sofortigen Stopp des Atomreaktors "Oskarshamn 2" angeordnet! Grund: ungenügende Notstromversorgung! Schon seit 2004 entsprach dieses Atomkraftwerk nicht den gesetzlichen Vorschriften.  E.on hat also seit 8 Jahren gegen geltendes Recht verstoßen!!
Warum sollte e.on in Deutschland zuverlässiger sein, als in Schweden??
Details dazu

 Pressemitteilung des BN zum Einblick vom Dezember 2012

Katastrophenschutz bei Atomkraftwerken: Fehlanzeige!!

Bundesamt für Strahlenschutz bestätigt Kritik der  atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW am derzeit geltenden Katastrophenschutz bei einem AKW-Unfall. Das bestätigte eine Sprecherin des Instituts gegenüber der Augsburger Allgemeinen. Eine Studie des Amtes war bereits im April 2012  zu dem Schluss gekommen, dass der Katastrophenschutz in Deutschland bei einem Super-GAU versagen würde. Die Innenminister haben bisher keinerlei Konsequenzen gezogen.

Offener Brief an die Innenminister

IPPNW-Hintergrundpapier 

Atomkraftwerke sind unterversichert!

Weitere Informationen

72 Milliarden Versicherungssumme für ein Atomkraftwerk in Deutschland wären notwendig! Wir haben noch 17 davon. 8 sind (vorerst) abgeschaltet, aber immer noch fast genauso gefährlich!

Hinweis:

Die EEG-Differenzkosten sollen 2013 dagegen (nur) 16,2 Milliarden Euro betragen. Und: Der Nutzen ist ungleich höher.

Allein der Wert der vermiedenen Importe von Erdgas, Kohle und Erdöl soll im Jahre 2011 mehr als 6 Milliarden Euro betragen haben. Leider geben das die großen Energieversorger das nicht an die Haushalte und kleine Handwerker weiter! Im Gegenteil! Großverbraucher werden zusätzlich entlastet –  auf Kosten von Haushalten, Handwerksbetrieben und mittelständischen Unternehmen!

Fragen

Ist Atomkraft im Kampf gegen den Klimawandel hilfreich? Nein!
Sind Atomkraftwerke sicher? Nein!
Ist Atomkraft nachhaltig? Nein!
Ist Atomstrom billig? Nein!
Erlebt die Atomkraft eine Renaissance ? Nein!
Kann Deutschland auf Atomkraft verzichten ohne vom Ausland noch abhängiger zu werden? Ja!
Schafft Atomkraft neue Arbeitsplätze? Nein!

Details dazu
auf den Seiten des „Bund Naturschutz in Bayern e.V.“ 

http://www.bund-naturschutz.de/fakten/energie/atomkraft-abwaehlen/ueberblick.html

www.bund-naturschutz.de/fakten/energie/atompolitik/index.html

 

Nachlese zum Besuch von betroffenen Menschen aus der Nähe von Fukushima in Schweinfurt

Am Montag, 21.11.2011 hatte der Bund Naturschutz in Schweinfurt 3 Personen zu Gast, die vom mehrfachen SuperGAU in Fukushima-Daiichi direkt betroffen sind.

Es war sehr bewegend die Schilderungen dieser Leute zu hören.
Hier die Links zu den bisherigen Pressestimmen. Sie ergeben zusammen einen guten Überblick über das Tagesgeschehen.

Rhönpuls  (mit 11 Bildern)
Die maximale erlaubte Jahresdosis für beruflich strahlenexponierte Personen beträgt 20 Millisievert pro Jahr (mSv/a). Lt. Strahlenschutzverordnung §46 gilt für Einzelpersonen der Bevölkerung ein Grenzwert von 1 mSv/a 

Artikel „Auf der Flucht vor den Strahlen“ aus dem Schweinfurter Tagblatt vom 22.11.2011

Artikel „Windkraft als Modell für Japan“ aus dem Schweinfurter Tagblatt vom 23.11.2011

Ergänzend zu  den Artikeln noch einiges Wissenswertes:

-        Nur 11 von 54 japanischen AKW laufen derzeit. 43 sind also abgeschaltet.

-        Durch einen SuperGAU verlieren Menschen ihr Eigentum (Wohnung, Gründstücke, Haustiere), ihre Arbeit und ihre Gesundheit.

-        Wer neu gebaut hat bleibt natürlich auf seinen Schulden sitzen.

-        Nicht nur Menschen leiden an Leib und Seele, sondern auch beispielweise Kühe, die in Ställen qualvoll verenden und andere Haustiere. Auch das ist eine Facette der Atomkraftnutzung.

-        Der Grenzwert für die Bevölkerung (auch für Kinder, Schwangere, Kranke und Alte) wurde in Japan nach der Katastrophe von 1 auf 20 mSv/a angehoben. Bei einem Grenzwert von 5 mSv/a müssten eine Million Menschen evakuiert werden. Dass das nicht geschehen ist und liegt nicht an der Unfähigkeit der Japaner, sondern an der Unmöglichkeit.

-        Politik und Atomkraftbetreiber würden auch in Deutschland hilflos versagen.

-        Wie hilflos die Politik auch jetzt schon ist, zeigt sich an der Unfähigkeit ein Überflugverbot für AKW anzuordnen.

-        Deutschland und Japan könnten der Welt zeigen, dass selbst in hochindustrialisierten Länder der Ausstieg aus der Atomenergie möglich ist!

Die Lehre aus Fukushima muss sein: Alle Atomkraftwerke sofort abschalten!!

Was aber ist die Lehre der Bundesregierung aus Fukushima? Gefahrzeitverlängerung! Nur zwei Beispiele hier:
- Grafenrheinfeld darf 1,5 Jahr länger laufen
- Gundremmingen Block C darf 4 Jahre länger laufen

Ist ein sofortiger Ausstieg möglich und bezahlbar?

Der sofortige Ausstieg aus der Atomkraft ist möglich.

 

 

Ist der Ausstieg aus der Atomenergie teuer?
ARD-Plusminus 29.03.2011 – 5:09

28.10.2010 : Schwarzer Donnerstag für Deutschland

Protest in Schweinfurt durch eine Mahnwache des „Schweinfurter Bündnis gegen Atomkraft“ dem auch der BN angehört.

Die Bundesregierung hat eine Verlängerung der Laufzeiten auch der alten Schrott-Atomreaktoren. Dies ist ein Skandal und widerspricht  dem Amtseid der Abgeordneten des Bundestages! Auch die Art und Weise wie dies durch das Parlament gepeitscht wurde hat nichts mit Demokratie zu tun.

Es bedeutet:

  • Gefahrzeitverlängerung (durch Alterung, Dauerstrahlung, Unfälle, Anschläge)
  • Mehr Atommüll (mehr als 25 %. Für das und auch den bisherigen Atommüll gibt es kein sicheres Endlager)
  • Unsicherere Stromversorgung (Zuviel Strom im Netz, da die Stromversorger meist nicht bereit sind ihre Atom- oder Kohlekraftwerke abzuschalten)
  • Arbeitsplatzverluste (bei erneuerbaren Energien)
  • Verteuerung des Strompreises
  • Die Bundesregierung ist keine Volksvertretung mehr (da selbst die eigenen Wähler mehrheitlich gegen die Laufzeitverlängerung)
  • Höhere Gewinne der Atomkraftwerksbetreiber (119 bis 233 Milliarden – auf Kosten der Verbraucher)

Lassen wir uns das nicht gefallen!!Jeder kann für sich aus der Atomkraft aussteigen! Durch Umstellung auf Ökostrom! 

Beispiel (Stand 28.10.2010):
Bei einem Verbrauch von 3.500 kWh pro Jahr kostet
der ach so teure Ökostrom (von Naturstrom AG in Düsseldorf): 839,15 € im Jahr.
Und der ach so billige Atomstrom von e.on BasisPower: 846,65 € im Jahr.

Steigen Sie um auf Ökostrom, das ist ganz einfach!

Angaben zu den größten Ökostromanbietern folgen in Kürze

Weitere Aktivitäten um aus dem Atomstrom auszusteigen sind

  • Strom intelligent nutzen (viele sagen dazu „Sparen“)
  • Ökostrom selber erzeugen (eigene Solarstromanlage, Beteiligungen an Windkraftwerken, Solarkraftwerken usw.)
  • Andere über die Abzocke der Stromversorger informieren durch persönlichen Kontakt in allen Lebenslagen (in der Familie, im Freundeskreis, in der Freizeit und im Betrieb), durch Leserbriefe, gelegentliche, projektbezogene Mitarbeit an Infoständen des BN (sie sind herzlich willkommen) , eigene Aktionen und Teilnahme an Demo´s

Wenn Sie diese Überzeugungen teilen, dann werden Sie bitte Mitglied im Bund Naturschutz (BN).

Wir freuen uns auf  Sie.

Bund Naturschutz
Kreisgruppe Schweinfurt

Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke

Aufkündigung des Atomkonsenses schadet Kommunen und behindert Umbau zu einer sozial-ökologischen Industriegesellschaft
Pressemitteilung vom 28.10.2010
(PM 108-10/LFGS Energie)

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