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Trotz Atomausstieg - historisch niedrige Strompreise bis 2019

Die Strompreise an der Strombörse sind so niedrig wie nie zuvor.
Also  müssten die Strompreise für die Haushalte auch sinken.
Denkste! Dadurch steigt die EEG-Umlage, weil der „Wert“ des Stromes aus erneuerbaren Energien unsinnigerweise sinkt. Das ist Regierungspfusch!
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Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien - klimafreundlich und ökonomisch sinnvoll

Die Behauptung „EEG-Umlage macht Strom teuer“ ist falsch !

Um den Klimawandel in beherrschbaren Grenzen zu halten, ist eine drastische Verringerung der Treibhausgasemissionen erforderlich. Hierfür ist der forcierte Ausbau erneuerbarer Energien unerlässlich. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) war in den letzten Jahren überaus erfolgreich, diesen Ausbau voranzubringen.

Die monatliche Stromrechnung für einen Deutschen Durchschnittshaushalt (3 Personen, 3.500 kWh pro Jahr) ist von 40,67 € (2000) auf 67,70 € (2009) gestiegen. Vom Unterschied von 27,03 € sind nur 3,25 € auf die EEG-Umlage zurückzuführen!

Mehrkosten (5,75 Mrd. €) und Nutzen (16,1 Mrd) des Ausbaus erneuerbarer Energien 2009

Quelle: Umweltbundesamt – Februar 2011

Kosten

Kosten: 5,75 Mrd. € (Details siehe Tabelle 3 - Seite 15)

Erneuerbare Energien sorgen dafür, dass die Preise an der Strombörse sinken. Paradoxerweise erhöht sich dadurch die EEG-Differenzkosten und damit die EEG-Umlage!

Von sinkenden Strombörsenpreisen profitieren die, die nur die geringe EEG-Umlage von 0,05 ct/kWh bezahlen müssen. Die durchschnittliche EEG-Umlage für nicht privilegierte Stromabnehmer (z.B. Haushalte, Gewerbe, Handel) betrug dagegen 3,53 ct/kWh im Jahr 2011.

Den Anstieg der EEG-Umlage im Jahr 2011 um rund 1,5 Cent/kWh gegenüber 2010 nutzten viele Stromversorger als Argument für starke Strompreiserhöhungen. Diese Argumentation ist jedoch falsch, denn der Erhöhung der EEG-Umlage stehen erhebliche Kostensenkungen an anderer Stelle gegenüber, vor allem bei den Strombeschaffungskosten.

Nach den vorliegenden Schätzungen werden die Kosten zur Förderung der erneuerbaren Energien über das EEG zunächst weiter steigen. In welchem Maße dies geschieht, hängt wesentlich von der künftigen Gestaltung der Photovoltaikförderung und der Höhe des Zubaus ab.

Mitte dieses Jahrzehnts erreichen die Förderkosten für die erneuerbaren Energien voraussichtlich ihren Höhepunkt, so dass anschließend auch mit einem Rückgang der EEG-Umlage zu rechnen ist. Dafür sind vor allem drei Faktoren verantwortlich: Sinkende Stromerzeugungskosten bei den erneuerbaren Energien, steigende Preise für fossile Energieträger und der prognostizierte Anstieg der CO2-Zertifikatspreise.

Langfristig besitzt eine auf erneuerbaren Energien basierende Stromerzeugung deutliche Kostenvorteile gegenüber einer konventionellen Stromerzeugung auf Basis fossiler Brennstoffe. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist daher auch ökonomisch sinnvoll.

Nutzen

Nutzen: 16,1 Mrd. €

Vermiedene Umweltschäden: 5,7 Mrd. € (Details siehe Tabelle 3 - Seite 15)
Merit-Order-Effekt: mehr als 3,6 Mrd. €  (siehe Seite 8)
Umsätze, Arbeitsplätze und vermiedene Energieimporte 6,8 Mrd. € *)

*) Für alle erneuerbaren Energien gilt (Details siehe Tabelle 4 - Seite 16):

Umsätze: 33 Mrd., d.h. Umsatzsteueraufkommen (19%): 2,3 Mrd. €
Arbeitsplätze: 340.000 (2010), d.h. Vermiedene Arbeitslosenkosten und zusätzliche Steuereinnahmen ca. 6 Milliarden €
Vermiedene Energieimporte: 5,1 Mrd. €

Das sind zusammen 13,4 Mrd. €

Allein bei Windenergie, Wasserkraft und Photovoltaik waren es 2009 etwa 173.000 Beschäftigte. Nimmt man hierfür die vermiedenen Arbeitskosten anteilig, so sind das 6,8  Mrd. €. Biomasse und Geothermie sind hier nicht berücksichtigt, da die Anzahl der Personen, die der Stromproduktion zuzurechnen sind, nicht bekannt. Ist.

Auch die positiven Wirkungen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen sind ein wichtiger positiver Faktor.