„Die Deutschen sind gespalten: Was bringt ein Tempolimit?“

Pressemitteilung des BUND Naturschutz Schweinfurt an das Schweinfurter Tagblatt (Mainpost) zum Artikel „Die Deutschen sind gespalten: Was bringt ein Tempolimit?“ im Schweinfurter Tagblatt vom 23.12.2019
Pressemitteilung vom 03.01.2020

Tempolimits einführen hat etwas mit Menschenverstand zu tun!

Tempolimits können Menschen- und Umweltschäden verringern und damit menschliches Leid, sowie die finanziellen Folgen begrenzen.

Im Artikel 2 des Grundgesetzes steht:
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und …
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. …

Unser Referent für Energiefragen hat auf Einladung von „Fridays For Future“ am 29.11.2019 in Schweinfurt folgende Rede gehalten.

Rede

Leider hat das Schweinfurter Tagblatt (Oliver Schikora) in seinem Bericht  „Fridays-Forderung: Schweinfurt soll Klimanotstand ausrufen“
mit keinem Wort die Rede  zum Tempolimit erwähnt.

Warum??

Bei einem Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen gäbe es Sinn Autos zu bauen die sehr viel sparsamer motorisiert sind!

Mobilität ist mehr als nur Verkehr !!


Ist die Kritik an DUH berechtigt?

Seit einigen Wochen erscheinen gelegentlich Artikel und Leserbriefe, die sich gegen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) richten. Grund: Die DUH verklagt Kommunen wegen Untätigkeit bei Überschreitung der zulässigen Stickoxidgrenzwerte (NOx). Deutsche Gerichte haben der DUH Recht gegeben. Es drohen Dieselauto-Fahrverbote!
Sind diese kritischen Stimmen, die z.B. die Aberkennung der Gemeinnützigkeit  der DUH oder eine Maßregelung der DUH durch die Politik fordern, berechtigt?
Stellungnahme des BN Schweinfurt

SWmagazin Ausgabe 12-2018

Im Vorwort der Ausgabe 12-2018 von Jürgen Kohl mit dem Untertitel  „Das große Weihnachtsmärchen vom Diesel“ ist kein guter Journalismus und ist versuchter Rufmord am Elektroauto.

Darin wird der Eindruck erweckt, dass an den Dieselfahrverboten der CO2-Ausstoß und der Feinstaub schuld wären. Das ist falsch!!

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit, besonders für  Kinder, Schwangere, Alte und (Asthma)kranke, werden Fahrverbote für Dieselfahrzeuge bei Überschreitung gesetzlich festgelegter Jahresmittelwerte bzw. Stundenwerte  von Stickoxiden (NOx) in der Luft ausgesprochen. Davon ist bei Kohl aber keine Rede. Ebenso wenig unzulässig erhöhter Schadstoffausstoß durch Schummelsoftware der Dieselautohersteller. Die Forderung zur Nachrüstung betroffener Dieselautos auf Kosten der Hersteller, sucht man vergeblich.

Stattdessen geißelt er Elektroautos und verwendet dazu irreführenden Fakten und Zahlen, die angeblich aus der IVL-Studie (2017) stammen.

Richtigstellung in einem Faktencheck E-Mobilität

Nach  Angaben des Öko-Instituts  und des Bundesumweltministeriums haben Elektrofahrzeuge bereits heute eine positive Klimabilanz – selbst wenn dazu die Stromproduktion und Fahrzeugherstellung berücksichtigt werden. Durch technologische Fortschritte und einem konsequenten Fortführen der Energiewende wird sich der Vorteil weiter vergrößern.

Der Solarenergieförderverein (SFV) hat in seinem Solarbrief 3/18 auf Seite 50 einen Erfahrungsbericht von Dr. Thomas Bernhard veröffentlicht.

Nicht vergessen: Recycling von Batterien und Elektromotoren ist möglich. Verbranntes  Benzin oder verbrannter Diesel ist für alle Zeit weg.

Dass E-Autos nur mit Kohlestrom geladen werden und „Verbrenner“ sofort verschrottet werden müssen ist ein Weihnachtsmärchen von J.Kohl.

Kraftfahrtbundesamt muss Verkauf aller Diesel-Pkw untersagen, die gegen Euro-6-Grenzwerte verstoßen

Berlin/Flensburg: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat beim zuständigen Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg einen Verkaufsstopp für neue Diesel-Pkw der Abgasnorm Euro 6 beantragt, wenn diese im Realbetrieb auf der Straße die gesetzlichen Schadstoffgrenzwerte nicht einhalten.

Pressemitteilung vom 10. November 2016

Bessere Mobilität

Ein Bus- und Bahnnetz, das seine Kunden schnell und bequem von A nach B bringt. Begrünte Straßenzüge mit Platz zum Leben. Gütertransport auf der Schiene. Saubere Luft auch in Städten. Eine andere, bessere Mobilität bringt viele Vorteile. Heute besteht Straßenverkehr viel zu oft aus Dauerstau, Emissionsproblemen und Parkplatzsuche. Der BUND Naturschutz setzt sich für eine echte Verkehrswende ein, damit nicht immer noch mehr Menschen unter den Folgen des Verkehrs zu leiden haben.

„Bessere Mobilität“ - Kurzfassung (4 Seiten)

BN Position „Bessere Mobilität“ (24 Seiten)

Neue Enthüllungen zum Abgasskandal

Bei der Untersuchung der geheimen Motorsteuerung eines Opel Zafira konnte ein Rechercheteam von MONITOR und dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL bislang unbekannte Abschalteinrichtungen finden. Diese Software sorgt dafür, dass die Abgasreinigung des Fahrzeuges nur eingeschränkt funktioniert. Dadurch stößt es mehr giftige Stickoxide aus als der Gesetzgeber erlaubt. Experten halten diese Abschalteinrichtungen für illegal.
[Video 7:06 Min.]

Förderung von Elektro- und Hybridautos

BUND-Kommentar zur Einigung zwischen Bundesregierung und Autoherstellern zur Förderung von Elektroautos vom 27. April 2016 (Hubert Weiger):

„Bei den Autoherstellern werden die Sektkorken knallen. Erst manipulieren sie in großem Stil auf Kosten von Mensch und Umwelt die Abgaswerte und heute bekommen sie ein Milliardengeschenk. Völlig außen vor bleibt das wichtigste Umwelt-Kriterium: Welchen Strom tanken diese Autos? Ist es Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken oder grüner Strom aus zusätzlich errichteten Erneuerbare-Energien-Anlagen? Hinzu kommt: Die Autobosse können mit Plug-in-Hybridautos weiter Verbrennungsmotoren verkaufen und bekommen dafür auch noch Steuergeld. Das ist Industriepolitik jenseits ökologischer Kriterien. Plug-in-Hybride sind meist nur auf dem Papier sparsam und sauber. Die deutschen Hersteller nutzen die Hybrid-Technik vor allem, um ihre Autos mit mehr Leistung auszustatten und ihnen dann einen grünen Anstrich zu geben. Die bis zu 400.000 geförderten Plug-in-Hybride werden keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Modellpolitik der deutschen Autoindustrie gefährdet Ziele beim Klimaschutz

Die Verflechtung von Politik und Industrie blockiert den Fortschritt

BUND und Verkehrsclub Deutschland (VCD) beauftragten ein Gutachten zur Modellentwicklung in der deutschen Automobilindustrie. Darin wird herausgearbeitet, wie die deutschen und europäischen Autokonzerne durch die Konzentration auf große, schwere und leistungsstarke dieselbetriebene Fahrzeuge den Anschluss bei innovativen und wirklich energiesparenden Techniken verloren haben. Eine Konsequenz dieser Modellpolitik sind beispielsweise die aktuellen Luftreinhalteprobleme in europäischen Städten und die Diskussionen rund um "Dieselgate".

Gutachten

Weitere  Informationen zu
- BUND-Analyse „Versprochen gebrochen“ zum Gutachten
- Abgaswerten
- CO2-Grenzwerten
- Verbrauchswerten

Dobrindt verhindert Aufklärung des Diesel-Abgasskandals

Der Verzicht auf einen amtlich verfügten und damit rechtlich geregelten Rückruf ist ein erneuter Kniefall vor den Autokonzernen. Mehrere Millionen betroffene Fahrzeughalter müssen nun mit Einzelklagen und Einzelgutachten ihre Ansprüche gegen die Hersteller durchsetzen.

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Bundesverkehrsminister Dobrindt legt Bericht der „Untersuchungskommission Volkswagen“  vor

Bericht der „Untersuchungskommission Volkswagen“