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Gochsheim – Krötenwanderung: Treffen mit der Untern Naturschutzbehörde und Artenspezialisten

Die Krötenwanderungen sind derzeit in vollem Gange. Hintergrund des Treffens war der dramatische Rückgang der Krötenpopulation in den letzten Jahren. Gegenüber 2024 ist der Bestand um mehr als 50 % gesunken – auf nur noch 624 Exemplare. Verglichen mit dem Jahr 2018, als noch über 6.145 Kröten gezählt wurden, entspricht das einem Rückgang von rund 90 %.

10.03.2026

Am Freitag, den 6. März 2026, trafen sich die Vertreter der Kreisgruppe – Sonja Müller, Edo Günther und Detlev Reusch – mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) sowie dem Artenspezialisten Herrn Thein an den Krötenübergängen am Flugplatz in Gochsheim.

Ziel des gemeinsamen Termins war es, mögliche Ursachen für diesen alarmierenden Trend zu ermitteln. Diskutiert wurden unter anderem die Bodenbearbeitung am Übergangsgelände, die Wasserqualität der Laichteiche und die zeitweise Absenkung des Teichpegels während der Laichzeit. Auch anhaltende Trockenphasen und der Mangel an Feuchtgebieten könnten eine bedeutende Rolle spielen.
Vereinbart wurde, nun das Gespräch mit Land- und Teichnutzern zu suchen, um gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Umfelds zu entwickeln. Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Amphibien zu stärken und die Population langfristig wieder zu erhöhen.
Das engagierte Team um Sonja Müller ist bereits wieder im Einsatz und hofft auf ein besseres Krötenjahr 2026. Seit 2005 betreut sie mit ihren Mitstreitern jedes Frühjahr die Krötenwanderung in Gochsheim – in Spitzenzeiten konnten dabei über 7.100 Tiere sicher zu ihren Laichgewässern gebracht werden.
Auch in diesem Jahr wird wieder alles getan, um den Kröten auf ihrer gefährlichen Wanderung zu helfen.

Geschäftsstelle